Feldsalat – leckeres, einheimisches Superfood für die kalte Jahreszeit

Feldsalat – leckeres, einheimisches Superfood für die kalte Jahreszeit | Superfoods und ihre Bedeutung
Feldsalat – leckeres, einheimisches Superfood für die kalte Jahreszeit | Superfoods und ihre Bedeutung

Feldsalat ist der beste Beweis dafür, dass es auch Superfoods gibt, die aus der Region stammen. Er ist nämlich ausgesprochen gesund – dass er noch dazu wunderbar schmeckt, steht ohnehin außer Frage.

Der Anbau von Feldsalat

Feldsalat ist auch unter anderen Namen bekannt, wie z.B. in Österreich als Vogerlsalat, in der Schweiz als Ackersalat oder auch als Nüsslisalat. Auch taucht er häufig im Handel unter dem Namen „kleine Rapunzel“ auf.

Feldsalat ist eine einjährige Pflanze, krautig wachsend mit einer Höhe zwischen 5 und 15 cm. Es gibt dabei verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Blattform und Farbe. Er gehört zur Familie der Baldriangewächse und steckt Temperaturen von bis zu minus 15 °C problemlos weg.

Angebaut wird der Salat nicht nur in Europa, sondern auch in Nordafrika und Westasien.

Die Erntezeit sind die Wintermonate, genauer gesagt von Herbst bis April. Die Haupterntezeit ist von Oktober bis Dezember. Mittlerweile ist der Salat aber aufgrund von Importware und Sortenreichtum das ganze Jahr über verfügbar. Da die meisten Sorten winterfest sind, kann dieser Salat sowohl im Freien als auch im Gewächshaus angebaut werden. Freilandsalat ist allerdings deutlich knackiger und aromatischer als das Pendant aus dem Gewächshaus.

Wichtig ist bei der Ernte zu beachten, dass die Blätter niemals in gefrorenem Zustand geerntet werden sollten, da sie sonst welk in sich zusammenfallen.

Schon in der Steinzeit war Feldsalat ein beliebtes Lebensmittel, was zu der Zeit allerdings ausschließlich wild wuchs.

Der Geschmack

Der Salat schmeckt äußerst aromatisch und viele Sorten erinnern geschmacklich etwas an Nüsse. Deswegen passt er am allerbesten zu herzhaften Gerichten. Allerdings macht sich ihn auch prima in Kombination mit Nüssen, Früchten wie zum Beispiel Orangen oder auch mit Avocado.

Insofern kann er ein prima Begleiter sein zu einem Hauptgericht, er kann aber auch, wenn er mit anderen leckeren Zutaten kombiniert wird, prima als Hauptgericht durchgehen.

Der leicht nussige Geschmack, der so typisch für ihn ist, wird übrigens durch die in ihm enthaltenen ätherischen Öle verursacht.

Feldsalat – ein vielseitiges Superfood

Tatsächlich handelt es sich beim Feldsalat um eine der nährstoffreichsten Salatsorten überhaupt. Deswegen lohnt es sich durchaus, ihn öfter mal auf den Tisch zu stellen.

Vitamine

Beachtlich ist, welche Menge an Vitaminen sich in diesem Salat verstecken. Da wäre zum Beispiel das für den Menschen wichtige Provitamin A. Dieses wandelt sich im Körper in Vitamin A um. Weiterhin beinhaltet er viel Beta Carotin und auch Vitamin C. Gerade in der kalten Jahreszeit ist Vitamin C für ein intaktes Immensystem unerlässlich. Im Feldsalat stecken davon doppelt so viel wie vergleichsweise in anderen Salaten. Last but not least stecken auch die Vitamine E und B im Feldsalat.

Mineralstoffe

Auch hier kann sich Feldsalat sehen lassen: Seine Anteile an Kalium, Eisen, Natrium, Kalzium und Magnesium sind nämlich geradezu beachtlich.

Folsäure

Folsäure ist auch, aber nicht nur in der Schwangerschaft sehr wichtig. Dieses Vitamin sorgt für die Zellneubildung. Auch davon befinden große Mengen in den grünen Salatblättchen des Feldsalats.

Von diesen gesunden Inhaltsstoffen mal abgesehen, verfügt Feldsalat auch über viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die für den Menschen eine ganz besondere gesundheitliche Bedeutung haben.

Und ganz nebenbei ist er auch gut für die Figur, da er pro 100 Gramm gerade mal 20 Kalorien hat. Im Übrigen sagt man, dass Feldsalat den Magen beruhigt.

Insofern kann Feldsalat also guten Gewissens als heimisches Superfood empfohlen werden. Auch die Volksmedizin rät zu Feldsalat, denn in der kalten Jahreszeit ist das Angebot an vitaminreichem Obst ohnehin knapp. Warum also nicht die eher karge Winterzeit mit diesem gesunden und leckeren Salat überbrücken?

Was kann man mit Feldsalat alles machen?

Die Liste ist lang. Vom Klassiker mit ganz normaler Vinaigrette angemacht über exotischere Salatkompositionen mit Früchten, Nüssen, Avocados oder auch mit Käse bis hin zu Smoothies ist Feldsalat äußerst vielseitig. Gerade als Zutat für grüne Smoothies ist er perfekt geeignet – auch für Smoothie-Neulinge. Denn dieser Salat hat die Eigenschaft, dass er in Smoothies quasi kaum herauszuschmecken ist. Vor allem wenn die süße Komponente überwiegt – das erreicht man ganz einfach, indem man dem Smoothie eine Banane oder ein paar Datteln zugibt. Somit kann man sich die volle Power der dunkelgrünen Salatblätter optimal zunutze machen.

Die Blätter lassen sich aber auch prima mit Kartoffelsalat mischen, das ergibt nämlich einen schönen, grünen Farbtupfer. Ohnehin eignet sich Feldsalat auch hervorragend dazu, um kalte Platten damit zu dekorieren.

Tipps für die Zubereitung

Innerhalb der Rosetten setzt sich meistens Sand und Erde ab. Deswegen ist es wichtig, den Salat vor der Zubereitung gründlich – am besten mehrfach – zu waschen. Es empfiehlt sich darüber hinaus, die Wurzeln komplett zu entfernen.

Die im Feldsalat enthaltenen Nährstoffe bleiben am besten erhalten, wenn man die Blätter nicht erhitzt, sondern ausschließlich roh zubereitet, also im Salat oder im Smoothie. Früher wurden die Blätter nämlich auch häufig ähnlich wie Gemüse in Fleischbrühe gekocht.

Welches Dressing?

Zu Feldsalat passt zum einen eine klassische Vinaigrette, es harmonieren aber auch Zutaten wie Honig, Senf oder Knoblauch gut mit den gesunden Blättern. Besonders lecker und ein bisschen ausgefallen ist Himbeeressig oder ein nussiges Öl wie z.B. Walnuss- oder Kürbiskernöl.

Was die Aufbewahrung anbelangt: Feldsalat lässt sich nicht besonders lange lagern. Die Blätter sind nämlich recht empfindlich. Am besten, man legt ihn in einer Schüssel, die nicht ganz luftdicht ist, in den Kühlschrank und verbraucht ihn zeitnah. Dazu sollten die Blätter bereits gewaschen und noch leicht feucht sein. Alternativ kann man den Feldsalat auch in ein leicht feuchtes Küchentuch einschlagen.

Qualität

Leider werden in vielen Feldsalat-Proben immer wieder Rückstände von Pestiziden entdeckt. Wer sicher gehen will, dass der Salat völlig unbelastet ist, sollte auf Bioware zurückgreifen. Und möglichst immer Salat kaufen, der aus der Region stammt. Zu lange Wege bedeuten nämlich zugleich einen erheblichen Verlust an Vitaminen.

Alles in allem ist es eine gute Idee, gerade in der kalten Jahreszeit möglichst oft frischen Salat in allen erdenklichen Variationen zu essen – Feldsalat ist ein gesundes Superfood, äußerst vielseitig zu kombinieren und noch dazu regional – was will man mehr?

 

Allgemeine Hinweise sowie Haftungsausschluss bezüglich Medizinischer- und Ernährungsthemen:

Alle hier veröffentlichten Inhalte sind ausschließlich für die allgemeine Bildung sowie eine neutrale Information gedacht. Sie beinhalten weder eine Bewerbung noch eine Empfehlung der erwähnten und beschriebenen Methoden, Arzneimittel und Behandlungen. In dem Text werden kein Anspruch und keine Garantie auf Vollständigkeit, Richtigkeit, Ausgewogenheit und Aktualität erhoben und gegeben.

In keiner Weise darf davon ausgegangen werden, dass der Text eine fachliche Beratung durch einen Apotheker oder einen Arzt ersetzt. Der Text dient ebenso wenig als Basis für eine Eigendiagnose und darf nicht zur Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

Alle Texte von uns sind und werden nur zur allgemeinen Information veröffentlicht. Bestehen bei Ihnen Fragen zu gesundheitlichen Problemen, so wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder einen Allgemeinmediziner.

Wir, der Webseitenbetreiber sowie die Autoren, übernehmen keine Haftung für Schäden, die sich daraus ergeben könnten, wenn Sie die auf unseren Webseiten dargestellten Informationen anwenden oder mündlich beziehungsweise schriftlich an Dritte weitergeben.

 

 

 

Leave Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

29 − 20 =