Goji Beeren: kleine, knallrote Powerfrüchtchen

Goji Beeren: kleine, knallrote Powerfrüchtchen
Goji Beeren: kleine, knallrote Powerfrüchtchen

Superfoods sind seit einiger Zeit – im wahrsten Sinne des Wortes – in aller Munde. Nicht mehr nur im Reformhaus, sondern mittlerweile auch im Supermarkt und sogar im Discounter finden sich Superfoods jeglicher Art. Wer würde nicht gerne gesund bleiben und vor allem: gesund alt werden? In Zeichen von Fastfood und Co. ist es manchmal ganz schön schwierig, sich wirklich ausgewogen und vor allem nährstoffreich zu ernähren. Also ist es naheliegend, zu Superfoods zu greifen, die nicht nur vor Vitaminen geradezu strotzen, sondern zudem auch noch gut schmecken. Eindeutig gehören die kleinen, knallroten Goji Beeren auch zu den absoluten Stars unter den Super-Foods.

Manch einer mag sich vielleicht fragen: Ist der Hype denn wirklich begründet? Sind Superfoods wie Goji Beeren wirklich so wichtig für die Gesundheit? Reicht es denn nicht, abwechslungsreich zu essen mit viel Gemüse und Obst? Ja und nein. Denn wenn man sich den Nährstoffgehalt von Goji Beeren mal genauer anschaut, wird schnell klar. Kein Brokkoli, keine Paprika und auch kein Apfel können da mithalten kann.

Goji Beeren stecken voller Power

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Der Name Superfood ist zwar relativ neu. Das die Goji Beere äußerst gesund ist, ist jedoch schon sehr lange bekannt – zumindest in China. So nimmt man in der traditionellen chinesischen Medizin schon seit mehr als 6000 Jahren an, dass diese Frucht vor bestimmten Krankheiten schützen kann. Man sagt ihr nach, dass sie das Immunsystem stärkt, die Zellen optimal schützt und sogar bei einer Krebstherapie erfolgreich eingesetzt werden kann. In China ist es teilweise üblich, Goji-Beeren begleitend zur Chemo-Therapie zu verabreichen. Um die Verträglichkeit der Therapie zu verbessern.

Dort ist man sogar davon überzeugt, dass Goji Beeren lebensverlängernd sind. Wenn das mal kein Grund ist, sie ab sofort regelmäßig in den Speiseplan einzubauen! Ganz egal also, ob man sie nun als Superfood bezeichnet oder als gesundes Früchtchen – die Goji Beere ist eine wahre Nährstoffbombe.

Woher kommt die Goji Beere eigentlich?

Mit anderem Namen heißt die Goji Beere übrigens auch Wolfsbeere. Etwa 99% der Ware, die Deutschland zu kaufen ist, stammt aus China, woher die Beere auch ursprünglich kommt. Das Hauptangebot in China ist die Region Ningxia. Dort hat die Goji Beere eine Jahrhundert alte Tradition und ausschließlich ihr zu Ehren sogar einmal jährlich ein Fest gefeiert wird. In mühevoller Handarbeit werden die winzigen Beeren zwischen August und September von Hand geerntet. Dann meistens getrocknet, bevor sie ins Ausland verschifft werden.

Die Beere wächst dort an einem bis zu zwei Meter hohen Strauch. Die Pflanze zählt zu den Nachtschattengewächsen. Mittlerweile wird sie nicht nur in China, sondern auch in anderen Teilen der Welt angebaut. Soweit es die klimatischen Bedingungen zulassen.

Grundsätzlich kann man auch hier in Europa Goji Beeren anbauen. Diese haben dann aber im Gegensatz zu ihren asiatischen Verwandten meistens einen nicht ganz so süß-aromatischen Geschmack.

In China werden jährlich etwa so viele Goji Beeren geerntet wie bei uns hier in Duethasclnd Heidelbeeren.

Die Inhaltsstoffe

Immerhin vereint die Goji-Beere fast alle für uns Menschen wichtigen Inhaltsstoffe in sich. Und nicht alle davon finden sich in gleicher Menge auch in europäischen Früchten wieder. Genau das macht sie so interessant, da sie in einigen Bereichen unsere heimischen Beeren wie Aronia, Heidelbeere oder Johannisbeere sogar noch deutlich toppt.

Die Goji Beere hat einen ungewöhnlich hohen Anteil an Mineralien, Vitaminen, Spurenelementen und Antioxidantien. Spitzenreiter ist sie aber vor allem bei den sekundären Pflanzenstoffen: hiervon beinhaltet sie nämlich eine ganz beachtliche Menge, dazu 19 verschiedenen Aminosäuren, die für den Menschen ebenfalls wichtig sind.

Auch bei den Vitaminen hat die Goji Beere die Nase ganz weit vorn: sie enthält ein Vielfaches mehr an Vitamin C und B als zum Beispiel Zitrusfrüchte. Vitamin E findet sich ansonsten eher selten in Früchten – in Goji Beeren jedoch steckt auch dieses wichtige Vitamin in reichlicher Menge.

Und – wer hätte das gedacht- sogar wertvolle Eiweiße finden sich in der Goji Beere wieder.

In welcher Form sind Goji Beeren erhältlich?

Zum einen natürlich in ihrer gängigsten Form, nämlich als getrocknete Beeren. Darüber hinaus bieten gut sortierte Naturkostläden auch Saft, Kapseln, Pulver und sogar Tee aus Goji Beeren an. Ob man sich nun eher für das eine oder andere entscheidet, ist schlichtweg Geschmackssache. Natürlich ist im Tee nicht mehr dieselbe Menge an wertvollen Inhaltsstoffen vorhanden wie vergleichsweise in der Beere direkt. Wer sich geschmacklich nicht mit der Beere anfreunden kann, greift vielleicht alternativ eher zur Kapsel. Wer sie nicht pur isst, sondern lieber in Getränke oder Süßspeisen untermixt, wird womöglich eher mit Pulver oder Saft glücklich.

Ganz egal, für welche Form von Goji Beeren man sich entscheidet: die Qualität spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle.

Die Qualität ein wichtiger Aspekt

Bei allem nachvollziehbaren Hype um diese Superfrucht darf man nicht vergessen, dass die gesundheitliche Wirkung mit der Qualität steht und fällt. Leider gibt es nämlich viel zu oft Billig-Früchte auf dem Markt, die mit schädlichen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden, was natürlich den gesundheitlichen Vorteil wieder zunichtemacht. Geschwefelt oder irgendwie anderweitig behandelt sollten die Goji Beeren natürlich ebenfalls nicht werden. Normalerweise sollten derlei Behandlungen allerdings auf der Packung vermerkt sein.

Die besten klimatischen Bedingungen und auch der beste Boden zum Anbau von Goji Beeren findet sich in dem Ursprungsgebiet der Beere, nämlich im Ningxia Tal in China, was zur Inneren Mongolei gehört. Die Sorte Lycium Barbarum, die von hier stammt, schmeckt nicht nur am aromatischsten, sondern hat auch die höchste Nährstoffdichte. Sie enthält weniger Samenkörner und hat eine kräftige, rote Farbe.

Gerade hier ist es also unbedingt wichtig, auf Bio Qualität zu achten und darauf, dass die Goji Beeren komplett frei von jeglicher chemischer Behandlung sind. Ein Bio-Siegel sollten Goji Beeren unbedingt haben, wenn man sie bedenkenlos verzehren und von den gesundheitlichen Vorteilen profitieren will.

Wie schmecken Goji Beren eigentlich?

Von der Optik her sind Goji Beeren, ganz ähnlich wie Rosinen, klein und schrumpelig. Nur sind sie etwas kleiner und vor allem: viel intensiver in der Farbe, nämlich knallrot. Doch wie sieht es aus mit dem Geschmack? Einige sagen, dass der Geschmack von Goji Beeren irgendwo zwischen Cranberry und Rosinen liegt. Auf jeden Fall schmeckt die Beere leicht säuerlich und herb, aber zugleich auch süß – schwer definierbar und vor allem ziemlich einzigartig.

Ob einem die Goji Beere nun schmeckt oder nicht, das ist natürlich immer noch reine Geschmackssache. Im Endeffekt ist sie anfänglich meistens doch eher etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man ihren Geschmack dann aber erst mal ins Herz geschlossen hat, mag man oft gar nicht mehr darauf verzichten.

Durch ihre Vielfalt an geschmacklichen Akzenten schmeckt sie oft sowohl Menschen, die eher Süßes mögen als auch jenen, die vielmehr auf bitter oder herb stehen. Genau diese Kombination sorgt nämlich für den ureigenen Charakter dieser kleinen Super-Beere.

Es gibt allerdings auch Goji Beeren-Sorten, die sehr sauer, wenn nicht gar bitter schmecken. Diese Sorte stammt in der Regel aus der Umgebung von Peking und man erkennt sie daran, dass die Beeren etwas kleiner und etwas heller sind, also eher orange als rot. Aufgrund ihres Geschmacks können sie eher weniger pur gegessen werden und eignen sich vorrangig als Zusatz zu anderen Speisen.

Trotz aller Vorteile: Haben Goji Beeren auch Nachteile?

In gewissen Ausnahmefällen kann es tatsächlich sein, dass der Genuss von Goji Beeren nicht empfehlenswert ist. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn blutverdünnedne Medikamente eingenommen werden müssen. In diesem Falle sollten vor der Einnahme sicherheitshalber der Arzt befragt werden. Auch gibt es vereinzelt Menschen, die mit Allergien auf Goji Beeren reagieren. Ansonsten gilt: für einen gesunden Menschen sind von einer Goji Beere keinerlei Nebenwirkungen zu erwarten – ganz im Gegenteil.

Wie werden Goji Beeren am besten gegessen?

Goji Beeren sind ganz ähnlich vielseitig wie Rosinen. Das heißt, überall, wo im Rezept Rosinen vorkommen, lassen diese sich grundsätzlich ganz einfach durch Goji Beeren ersetzen. Die meisten Menschen bereichern mit der Goji Beeren ganz einfach ihr morgendliches Frühstück, denn sie passen geschmacklich zu diversen Körnern, Flocken und Sämereien einfach perfekt dazu. Wer eher nicht zur Müsli-Fraktion gehört, kann die knallroten Früchtchen auch einfach in Jogurt der Quark einrühren.

Alternativ kann die Goji Beere auch im Smoothie verarbeitet werden und wer sie wirklich richtig lecker findet, kann sie natürlich auch einfach pur knabbern und genießen.
Echte Liebhaber bereichern mit Goji Beeren auch herzhafte Speisen wie zum Beispiel Beilagen für Wild- oder Fleischgerichte.

Gibt es eine Dosierungsempfehlung?

Ein Zuviel an Goji Beeren gibt es eigentlich nicht – vorausgesetzt natürlich, es werden Bio-Früchte verzehrt und nicht jene, die mit schädlichen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Bei Bio-Beeren dürfen es pro Tag ruhig 2-3 Esslöffel sein, um auch wirklich in den Genuss der gesundheitlichen Vorteile zu kommen, die diese Frucht mit sich bringt. 10 bis 30 Gramm, so nimmt man an, liefern schon einen Großteil der wichtigen Nährstoffe, die der Mensch täglich benötigt.

 

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