Superfood Kokosnuss: exotisch und lecker

Kokosnuss - ihre Heilwirkung auf die Gesundheit
Kokosnuss – ihre Heilwirkung auf die Gesundheit

In Asien gilt die Kokosnuss generell als ausgesprochen wichtiges Lebensmittel. Aber auch hierzulande hat man in den letzten Jahren entdeckt, dass Kokosnuss ein echtes Superfood zu sein scheint. Deswegen ist der Run auf Kokosprodukte wie Kokosmus, Kokosöl, Kokoswasser oder Kokosmehl derzeit schier ungebrochen. Man schreibt der Kokosnuss vielfältige positive Wirkungsweisen zu und gerade das Kokosöl scheint eine ganz besondere Bedeutung zu haben.

Herkunft der Kokosnuss

Die Kokosnuss wächst an einer Kokospalme heran, die bis zu 30 Meter hoch wird. Ihre Blätter werden bis zu 3,50 m lang und fallen dann ab – übrig beliebt ein Stamm ohne Blätter. Die Kokospalme ist mit Gräsern entfernt verwandt und aufgrund ihrer Residenz gegen Salzwasser wächst sie auch direkt am Meer. Genau wie auch Gräser, nehmen Kokospalmen alle wichtigen Mineralien direkt über den Boden auf. Um optimal gedeihen zu können, brauchen sie nicht nur salziges Wasser, sondern auch eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit und einen möglichst sandigen Boden.

Ganz sicher ist man sich nicht, woher die Kokospalme konkret stammt. Experten vermuten jedoch, dass sie ihren Ursprung auf den Philippinen hat. Bis heute ist dieses Land dasjenige, welches am meisten Kokosprodukte herstellt und exportiert. Aber auch in Malaysia, Indien, Indonesien, in der Dominikanischen Republik und in Brasilien werden Kokospalmen angebaut und die Früchte in die ganze Welt exportiert.

Interessant ist die Tatsache, dass die Kokosnuss eigentlich gar keine Nuss ist, sondern vielmehr eine Steinfrucht. Bis sie reif ist, dauert es ein ganzes Jahr. Eine ausgewachsene Kokosnuss bringt dann bis zu 2,5 Kilo auf die Waage.

Eine Kokospalme liefert bis zu 60 Jahre lang Früchte und ist dabei nicht, wie etwa in Deutschland der Apfelbaum, an eine bestimmte Saison gebunden. Somit findet die Ernte das ganze Jahr über statt. In einigen Ländern werden sie von Hand geerntet, andernorts mit speziellen Geräten. In Malaysia werden zum Teil sogar extra abgerichtete Affen als Erntehelfer eingesetzt.

Warum gilt die Kokosnuss als Superfood?

Keine Frage – das Fleisch der Kokosnuss schmeckt den meisten Menschen ausgesprochen gut. Es ist leicht exotisch und lässt sich auf vielerlei Art kombinieren mit Früchten, Nüssen, in Drinks, in warmen Mahlzeiten – ein echtes Mutlitalent. Aber Kokosnuss-Produkte schmecken nicht nur gut, sie sind auch gesund. Warum die Kokosnuss ein echtes Superfood ist, wird in den nächsten Absätzen erläutert.

Die Kokosnuss enthält vor allem Fett. Allerdings haben wir bislang gelernt, dass Fette in fester Form eher ungesund für den Menschen sind. Die Kokosnuss macht hier jedoch eine Ausnahme: es handelt sich bei den Fetten nämlich um mittelkettiges Fett. Tierische Produkte hingegen wie Sahne beinhalten langkettige Fette, die für den Menschen ungünstig bzw. sogar ungesund sind.

Mittelkettige Fette, auch MCT genannt, machen nicht dick, sondern sind unter Umständen sogar beim Abnehmen behilflich. Der menschliche Körper kann nämlich MCT schneller abbauen und erleidet somit weniger häufig die gefürchteten Heißhungerattacken.

Außerdem senkt MCT den Cholesterinspiegel. In einer amerikanischen Studie aus dem Jahre 2008 wurde bewiesen, dass Kokosnuss nicht nur das Gesamtcholesterin, sondern auch das LDL Cholesterin senken kann.

Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt die in der Kokosnuss enthaltene Laurinsäure. Diese ist nämlich bekannt für ihre antimikrobielle und antivirale Wirkung. Laurinsäure kann dem menschlichen Körper dabei helfen, sich von schädlichen Erregern zu befreien.

Mineralstoffe

Die Kokosnuss – und das gilt vorwiegend für das Wasser, welches sich in ihrem Inneren befindet – strotzt nur so vor Mineralien. Selen, Mangan, Kupfer, Zink, Kalium, Kalzium… das alles steckt in mehr als ausreichender Menge in ihrem Inneren.

Ballaststoffe

Ballaststoffe spielen in der menschlichen Ernährung eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür, dass der Magen-Darm Bereich funktioniert, sie beugen Verstopfung vor und stärken das Immunsystem. Auch hiervon befinden sich in der tropischen Frucht mehr als ausreichend.

Vitamine

Man sagt, dass die Kokosnuss sogar so viele Nährstoffe und Vitamine hat, dass man sich von ihr monatelang ausschließlich ernähren kann, ohne Mangelerscheinungen zu erleiden. Ganz ähnlich also wie bei Banane und Avocado. Die Kokosnuss verfügt über alle Vitamine, vor allem aber sind die B- und E-Vitamine reichlich in ihr enthalten.

Eiweiße

Auch wertvolle Eiweiße stecken in ihn gesunden Tropenfrucht und das in ausreichender Menge.

Was kann man mit der Superfood Kokosnuss bewirken?

Schon vor hunderten von Jahren waren westliche Ärzte erstaunt und überrascht, wie gut ernährt die Ureinwohner in tropischen Wäldern waren. Das ist sicherlich auch der Kokosnuss zu verdanken.

Mittlerweile geht man davon aus, dass sich durch den Konsum von Kokosnuss folgende gesundheitlichen Vorteile ergeben:

Sie soll:

  • vor Alzheimer schützen
  • den Cholesterinspiegel senken
  • beim Abnehmen helfen
  • gegen Karies wirken
  • für eine perfekte Zahngesundheit sorgen
  • Mangelerscheinungen ausgleichen
  • Das Immunsystem stärken
  • Aufgrund der enthaltenen Antioxidantien wirksam vor Krebs schützen
  • Der Faltenbildung vorbeugen
  • Cellulitis lindern
  • Bei Schuppenflechte, Akne, Neurodermitis geeignet sein
  • Bei bakteriellen und viralen Infekten helfen
  • Sich bei Parkinson lindernd auswirken
  • Bei Diabetes hilfreich sein

Studien mit dem Superfood Kokos

In einer Studie vom Jahre 1960 stieß ein neuseeländischer Forscher auf ein bis dato unbekanntes Volk in Polynesien, welcher in einem überaus guten Gesundheitszustand war. Untersuchungen ergaben, dass dies der positiven Wirkung der Kokosnuss zuzuschreiben ist.

Im Jahr 2000 konnte eine Kinderärztin herausfinden, dass Kokosöl wirksam bei Alzheimerkrankheit sein kann. Ein Hauptgrund für deren Ausbruch ist die schlechte Nutzung der Glucose im Gehirn. Werden Ketonen, die sich im Kokosöl befinden, zugeführt, kann dieses Problem beseitigt werden.

2012 fand man bei einer Studie des Athlone Institute of Technology heraus, dass Kokosöl als einziges Fett dazu in der Lage ist, Karies-Bakterien zuverlässig abzutöten.

Im Jahr 2010 wurde ein China nachgewiesen, dass Kokosöl beim Abnehmen helfen kann. Dies liegt an den darin enthaltenen mittel- und langkettigen Triglyzeriden.

In welcher Form bekommt man Produkte aus der Kokosnuss im Handel?

Das Superfood Kokosnuss besteht bekanntlich aus der Schale, dem Kokosfleisch und dem Kokoswasser, welches sich im Inneren der Frucht befindet. Wir kennen sie meistens als haarige, braune Frucht. Diese Schale nennt man Endokarp. Noch darüber befindet sich allerdings eine lederartige Außenhaut, genannt Exokarp. Diese wird jedoch, bevor die Frucht in den Handel kommt, entfernt.

Bei und hier im Handel – entweder im Supermarkt oder auch im Naturkostladen – gibt es folgende Produkte zu kaufen, die aus der Kokosnuss gewonnen werden:

Kokosmus

Nicht zu verwechseln sind die Produkte Kokosmus und Kokosfett. Kokosmus kann man prima auch pur löffeln, es verfeinert alternativ aber auch herzhafte Gerichte, Süßspeisen und Smoothies. Es handelt sich dabei um das pure Fleisch der Kokosnuss, welches zu Mus verarbeitet wird.

Kokosöl und Kokosfett – das gleiche?

Ja und nein. Beide Produkte können hochwertig sein – oder eben auch nicht. Der Unterschied liegt meistens in der Herstellung. Platten- oder auch Fritierfett, wie es viele von uns noch von früher kennen, wird chemisch behandelt gebleicht oder auch gehärtet. Gerade diese Fette sollten aber aus ernährungsphysiologischer Sicht unbedingt gemieden werden. Denn billige, gehärtete Fette enthalten Transfettsäuren, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein. Diese Fette sind im Übrigen nicht, wie es beim hochwertigen Kokosöl der Fall ist, gut für den Cholesterinspiegel.

Die Frage ist also nicht, ob es sich beim Produkt um Kokosfett oder Kokosöl handelt, sondern wie es hergestellt wurde. Es gibt durchaus auch Hersteller von hochwertigen Bio-Kokosprodukten, die beides anbieten: Kokosfett und Kokosöl. In guter Qualität, versteht sich.

Kokoswasser

Das Trinken von Kokoswasser ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype geworden. Prominente aus den USA haben mit diesem Trend angefangen und auch hier in Europa gibt es nun fast überall das offensichtlich so gesunde Wasser zu kaufen. Generell gilt: Je jünger eine Kokosnuss ist, desto mehr Kokoswasser befindet sich in ihr. Das heißt, dass die Kokosnüsse mit brauner, haariger Schale, die man im Supermarkt oft findet, nur noch wenig bis gar kein Wasser beinhalten. Will man in den Genuss von Kokoswasser kommen, kauft man es am besten separat in Tetrapacks oder in Glasflaschen. Erhältlich ist es entweder pur oder auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Ananas oder Cranberry.

Idealerweise sind diese aber nicht künstlicher Herkunft, sondern sollten ebenfalls aus natürlicher Quelle stammen. Koskoswasser gilt als sehr erfrischend und wird gerne von Sportlern getrunken. Es bringt nämlich nach dem Training schnell die Energie wieder zurück. Es ersetzt also in diesem Sinne das Iso-Getränk. Außerdem ist es ein echter Schlankmacher, da es nur ausgesprochen wenige Kalorien hat. Weil sich im Kokoswasser alle wichtigen Mineralstoffe in reichlicher Menge befinden, ist es ein ideales Getränk, wenn man schwitzt.

Viele verwechseln das Kokoswasser mit der Kokosmilch. Während Koskoswasser durchsichtig ist, ist die Milch weiß und besteht schlichtweg aus Kokosfleisch, welches mit Wasser vermischt wurde.

Kokosfleisch

Ab und zu findet man im Supermarkt Teile der Kokosnuss, nämlich das Kokosfleisch. Im Grunde genommen ist dies ideal, weil im Kokosfleisch jede Menge Nährstoffe stecken. Ob dieses Kokosfleisch jedoch tatsächlich frisch ist, ist immer die Frage.

Kokosflocken und -raspel

Kokosflocken und Raspel werden oft zum Backen verwendet, viele mögen es auch im Müsli oder in herzhaften Gerichten. Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass gerade diese Produkte leider häufig belastet sind. Wer sichergehen will, kauft Kokosraspel oder -flocken im Bioladen mit Zertifizierung. Stammt das Produkt aus fairem Handel und wurde ökologisch produziert, sollte es eigentlich schadstofffrei sein.

Ganze, junge Kokosnüsse

Voll im Trend sind ganze, junge Kokosnüsse, aus denen man direkt mit dem Strohhalm das gesunde Kokoswasser schlürfen kann. Sie werden im Gegensatz zu den anderen Kokosnüssen schon nach 6 Monaten geerntet, sind also nicht ganz so reif, was aber dem gesundheitlichen Aspekt keinen Abbruch tut. Diese Variante gibt es aber fast ausschließlich über den Onlinehandel zu bestellen. Dabei werden die frischen, jungen Kokosnüsse direkt eingeflogen und weiter versendet.

Kokosmilch

Das wohl den meisten von uns am meisten bekannte Produkt der Kokosnuss ist die Kokosmilch, die man in der Dose kaufen kann. Vor allem beim Kochen, aber auch in der kalten Küche eignet ich Kokosmilch hervorragend als gesunder Ersatz für Sahne oder Schmand. Immerhin hat Kokosmilch im Vergleich zu den tierischen Produkten nur ca. 18% Fett. Hinzu kommt, dass dieses Fett, wie bereits oben erläutert, deutlich gesünder ist. Alternativ zum Kochen ist Kokosmilch auch bestens geeignet, um damit Smoothies oder Mixgetränke herzustellen.

Was genau kann man mit Kokosfett bzw. -mus alles machen?

In der Küche

Kokosöl ist perfekt dafür geeignet, um Speisen scharf anzubraten, da es problemlos auch hoch erhitzt werden darf. Es eignet sich aber nicht nur zum Braten, Kochen und Backen, sondern auch als Margarine- oder Butterersatz zum Beispiel aufs Brot. Je nach Geschmack ist es sinnvoll, hier ein Produkt zu wählen, welches wenn überhaupt nur ganz dezent nach Kokos schmeckt.

Das ebenfalls beliebte Kokosmus kann prima für Süßspeisen, Müslis, ebenfalls zum Kochen oder aber auch zur Herstellung von gesunden Smoothies verwendet werden. Es ist ausgesprochen vielseitig verwendbar und hält sich in der Regel monatelang.

Im kosmetischen Bereich

Nicht nur in der Küche, sondern auch im kosmetischen Bereich kommt Kokosöl zum Einsatz. Es eignet sich hervorragend zur Pflege trockener, empfindlicher Haut und kann als Massageprodukt verwendet werden. Viele schwören auch auf die positive Wirkung von Kokosöl im Haar. Es lässt sich damit nämlich prima eine ganz natürliche, aber sehr wirkungsvolle Haarkur machen.

Worauf sollte man achten, wenn man Kokosprodukte kauft?

Nicht alle Kokosprodukte, die man im Laden kauft, sind empfehlenswert. Viele davon sind nämlich leider von zweifelhafter Qualität. Beim Kauf von ganzen Kokosnüssen sollt man bedenken, dass diese erst eingeflogen werden müssen. Somit sind sie oftmals leider beim Kauf nicht mehr wirklich frisch. Wichtig: diese Kokosnüsse sollten aus Fair-Trade Plantagen stammen und idealerweise aus ökologischer Erzeugung. Junge, frische Kokosnüsse bestellt man am besten über das Internet. Sie haben noch eine grüne bzw. weiße Hülle.

Auch Kokosfleisch sollte aus ökologischem oder biologischem Anbau kaufen. Die getrocknete Variante, nämlich Kokosflocken, wird leider oft mit gesundheitsgefährdenden Stoffen behandelt. Aber auch hier gibt es Öko-Anbieter, deren Ware überwacht und/oder Fair Trade gehandelt wird.

Kokoswasser sollte ohne unerwünschte Zusatzstoffe wie Zucker auskommen. Auch Farbstoffe und Konservierungsstoffe haben darin nichts verloren.

Fällt die Wahl hingegen auf Kokosmus, ist als Verpackung immer die gläserne vorzuziehen. In Plastikverpackugnen stecken nämlich leider oft ebenfalls Schadstoffe wie z.B. BPA, die dann wiederum in das Produkt abgegeben werden könnten. Auf Emulgatoren, Bleich- und Verdickungsmittel sollte bei der Herstellung verzichtet werden.

Kokosöl sollte kaltgepresst sein und auch hier ist eine Verpackung aus Glas einer aus Plastik vorzuziehen. Trotzdem gibt es auch hier große Unterschiede. Wichtig ist nämlich nicht nur der biologische Anbau, sondern auch die Herstellung. Wie lange wurden die Nüsse vor der Verarbeitung gelagert? Wurde das Fruchtfleisch vor de Verarbeitung möglicherweise mit Schwefeldioxid behandelt? Wie hoch ist die Verarbeitungs- und die Presstemperatur? All das spielt bei der Qualität des Endprodukts eine entscheidende Rolle. Am allerbesten ist hier Rohkostqualität, bei der das Produkt auf nicht mehr als 40°C erhitzt werden darf.

Beim Klassiker, nämlich der Kokosmilch in der Dose, die es in jedem Supermarkt und auch im Asia-Laden zu kaufen gibt, sollte das Etikett vor dem Kauf genau studiert werden. Zusatzstoffe wie Zucker, Emulgatoren oder anderes haben in Kokosmilch nichts verloren. Gute, hochwertige Kokosmilch besteht aus mindestens 60% Kokos und Wasser – sonst nichts.

Fazit: Kokosnuss ein Superfood? Aber sicher!

All das legt nahe, dass die Kokosnuss ein echtes Superfood ist, welches unbedingt so oft wie möglich in den Speiseplan eingebaut werne sollt – am besten sogar täglich.

 

 

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