Kolloidales Silber

Superfoods und ihre Bedeutung | Kolloidales Silber
Superfoods und ihre Bedeutung | Kolloidales Silber

Im Internet gibt es Quellen, die kolloidales Silber (Silberwasser, Nanosilber) als sehr gutes Mittel gegen Infektionen aller Art darstellen. Dies nicht nur äußerlich, sondern sogar innerlich. Was ist dran, am kolloidalen Silber?

Kolloidales Silber Herstellung

Argentum colloidale, das ist der lateinische Name für kolloidales Silber, ist der Oberbegriff für diverse Lösungen mit Silber. Neben der Lösung mit feinsten Silberpartikeln (Nanosilber) gibt es auch die schwerlösliche Silberverbindung samt deren Dispersionen (Silbersol, Silberwasser). Diese Silberkolloiddispersionen unterscheiden sich von den Silberlösungen. Die schwerlöslichen Teilchen sind so klein, dass sie nur zwischen 1000 und ca. 1 Milliarde Silberatome enthalten. Dadurch sind sie weder mit dem Auge, noch mit einem herkömmlichen Lichtmikroskop erkennbar.

Die Herstellung selbst wird in der Regel über drei verschiedene Verfahrenswege durchgeführt.

1.In Kolloidmühlen

In einer Kolloidmühle werden in einer Lösung suspendierte Feststoffe zerkleinert. Mit Hilfe des Rotor-Stator-Prinzips wird die Partikelgröße durch den Abstand zwischen Rotor und Stator bestimmt. Je geringer der Abstand, umso kleiner werden die Partikel.

2.Durch Elektrolyse

Mithilfe der Elektrolyse werden chemische Stoffe durch eine Redoxreaktion gewonnen. In diesem Fall die Partikel für das kolloidale Silber

3.Durch eine chemische Reaktion (Redoxreaktion)

Es wird Silberoxid erhitzt, welches aufgrund der Redoxreaktion zu Sauerstoff und elementarem Silber zerfällt.

Die Wirkung von kolloidalem Silber

Schon früh wurde festgestellt, dass kolloidales Silber bereits in kleinen Mengen gegen Bakterien und Pilze wirkt. Diese Ergebnisse entstammen allerdings Versuchen, die lediglich „in Vitro“, also außerhalb von lebenden Organismen, zum Beispiel in Petrischalen, durchgeführt wurden.

Innerhalb diverser Studien wurde festgestellt, dass Silberkationen (positiv geladene Ionen) in kleinsten Mengen aus dem Silber der Silberlösung (schwerlösend) und deren Dispersionen austreten. Diese freigesetzten Silberkationen sind in der Lage, den Stoffwechsel von Mikroorganismen hemmen.

Nanosilber hingegen (wässrige Silberlösung) hat die Eigenschaft, dass die enthaltenen feinen Silberpartikel Zellwand und Zellmembran durchdringen können und dort wirken.

Eine antivirale Wirkung, also eine Wirkung gegen Viren, wird ebenfalls aus „in vitro“ Studien abgeleitet. Hier wurde festgestellt, dass sich Nanosilberpartikel um das Virus legen können, so dass dieses nicht mehr an den Wirt andocken kann und praktisch unschädlich wird.

Aufgrund dieser Labor-Ergebnisse wurde kolloidales Silber bis zum letzten Jahrhundert in der Medizin verwendet. Dabei wurde es innerlich und äußerlich verabreicht.

Innerliche Anwendung

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde kolloidales Silber aufgrund der vorgenannten Eigenschaften zur Infektionsbekämpfung, wie zum Beispiel Bakterieninfektion, Pilzinfektionen und Virusinfektionen, innerlich verabreicht. Dies, obwohl kein medizinischer Nutzen tatsächlich nachgewiesen ist.

Aufgrund verschiedener Schwierigkeiten und hohen Kosten bei der Herstellung wurde es dann aber im Zuge der Entwicklung günstigerer Medikamente nicht mehr weiter verwendet.

Heute hat man im Übrigen sogar die Erkenntnis gewonnen, dass die Nachteile von kolloidalem Silber bei Einnahme deutlich überwiegen, selbst wenn man von einer medizinischen Wirksamkeit ausgehen könnte. Das Silber kann sich im Körper, genauer in den Organen und Nervenzellen, einlagern und verschiedenste Krankheiten und Symptome auslösen (Nervenschäden, Bauchschmerzen, Schwindel- und Krampfanfälle, usw.).

In Deutschland fällt kolloidales Silber unter das Arzneimittelgesetz. Unserem Wissen nach ist kein entsprechendes Medikament mit dem Wirkstoff kolloidales Silber auf dem Markt. Lediglich als stark verdünntes Fertigarzneimittel für die Alternativmedizin (Stichwort Homöopathie) ist kolloidales Silber verkehrsfähig.

Äußerliche Anwendung

Kolloidales Silber wird auch heute noch von der Kosmetikindustrie in diversen Cremes und Lotionen verwendet.

Die äußere Anwendung ist im Übrigen bei einigen Hauterkrankungen begleitend sinnvoll. Hier kommen zum Beispiel Akne, Herpes, Schuppenflechte (Psoriasis) oder Fußpilz in Frage. Auch als Notfallmittel hat es sich bewährt, falls kein besseres Mittel greifbar sein sollte.

Die Anwendung ist hierbei denkbar einfach: entweder mit einem Sprühfläschchen auf die entsprechende Stelle mehrmals täglich aufsprühen oder mit einem getränkten Tuch vorsichtig auftupfen oder einen Verband machen.

Im Haushalt

Aufgrund der keimtötenden Wirkung kann man kolloidales Silber sogar im Haushalt verwenden. Einfach die Lösung auf Toilette, Spüle oder Waschbecken aufsprühen oder mit einem Lappen diese Orte abreiben.

Anwendung bei Tieren

Auch bei Tieren hilft die äußere Anwendung von kolloidalem Silber gegen viele Hauterkrankungen. Viele Tierhalter berichten auch von Erfolgen bei der oralen Gabe von kolloidalem Silber. Hier ist allerdings große Vorsicht geboten. Die Tiere sind meist doch deutlich kleiner als wir Menschen. Entsprechend niedrig muss die Dosis sein, damit es zu keinen Vergiftungen oder Nebenwirkungen kommt.

Quellen:
Wikipedia
Silberwasser
Zentrum der Gesundheit
heilpraxisnet.de

 

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