Löwenzahn Anwendung und Wirkung

Löwenzahn Anwendung und Wirkung
Löwenzahn Anwendung und Wirkung

Sie werden wahrscheinlich wie viele Gärtner die Löwenzahn Pflanze nur als lästiges Unkraut kennen. Dass Löwenzahn nämlich ein echtes Power-Lebensmittel ist – und zwar nicht nur für Kaninchen, sondern auch für uns Menschen – ist noch nicht jedem bekannt. Dennoch haben schon einige Menschen die Löwenzahn Wirkung auf andere Weise erkannt und sich ein Bild davon gemacht, was eine Löwenzahn Anwendung in Wirklichkeit bringt. Löwenzahn kann wie ein Wunderkraut wirken und der regelmäßige Verzehr bringt langfristig viele Nebenerscheinungen mit sich. Diese wirken sich sehr positiv auf die Gesundheit aus.

Sie werden es kaum ahnen, dass diese Pflanzen nicht nur bei einer auftretenden Krankheit ihre Wunder bewirken. Ihre Verdauung etwa, kann mit der Löwenzahn Anwendung verbessert werden und Ihre Leber wird von giftigen Substanzen gereinigt. Löwenzahn hat auch positive Wirkung auf die Nieren ihres Körpers und auch wenn Sie etwa unter Hautkrankheiten leiden, kann eine Anwendung dabei helfen, diese chronischen Erkrankungen zu lindern. Insofern kann man mit Recht behaupten, dass auch Löwenzahn ein echtes Superfood ist – noch besser: Löwenzahn ist ein heimisches und regionales Superfood, was jedem zur Verfügung steht – und das kostenlos!

Neue Lebenskraft mit der Löwenzahn Pflanze

Löwenzahn als Pflanze gehört zu den unverwüstlichen Kräutern. Das wird Ihnen bestimmt schon aufgefallen sein, wenn Sie beobachten, wie diese Pflanze überall wieder hervorkommt, auch dann, wenn Sie versuchen, sie zu entfernen. Diese Resistenz ist es, die der Pflanze verhilft, überall zu gedeihen und sie überträgt sich auf ihre Wirkung. Die Wirkung lässt sich somit auch bei der menschlichen Anwendung übertragen und der Verzehr dieser Pflanze kann vielfältig und auch schmackhaft sein. Nicht nur Nager in der Natur kennen diese schmackhaften Triebe und Blätter, auch Sie können sich daraus einen leckeren Salat aus Löwenzahn zubereiten. Sie bekommen so im übertragenen Sinne einen Salat, der vor Power strotzt und Ihnen viele Vitamine spendet.

Beim Löwenzahn handelt es sich um eine winterharte Staude, die bis zu 50 cm hoch werden kann. Die Löwenzahnpflanze wurzelt ausgesprochen tief und die Blätter sind charakteristisch lang und am Rand gezackt. Sie trägt während der Blütezeit vom Frühjahr bis zum Herbst eine auffallend gelb leuchtende Blüte. Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler. Außerdem wird er unter anderem als Pusteblume bezeichnet – diese Bezeichnung bezieht sich auf die Blüte, die sich am Ende der Blütezeit in einen fluffig-flauschig weichen Ball verwandelt mit etlichen Samen, die vom Wind weggepustet und optimal verbreitet werden. Der Samen verteilt sich auf die Umgebung und somit ist der Fortbestand der Pflanze gesichert.

Beschaffenheit der Pflanze

Die Wurzel selber ist dick, fleischig und mit einer milchähnlichen, weißen Flüssigkeit gefüllt, die beim Austreten leicht klebrig ist. Gerade diese kräftige Wurzel ermöglicht es dem Löwenzahn, zu überwintern und somit den Standort beizubehalten. Weil sie so fest sitzt, ist es schwierig, die Pflanze mitsamt ihrer Wurzel zu entfernen.

Das Superfood wächst am Straßenrand, auf Lücken und Plätzen – dort überall finden sie diese wertvolle Pflanze. Auch auf den Wiesen in der Natur sehen Sie, wie sich Löwenzahn wirklich durchsetzen kann. Sie können sich auch einen Tee daraus zubereiten und dazu sollten Sie die Pflanze vorher trocknen. Auch die Wurzel bietet viele gute Inhaltsstoffe und es lässt sich daraus ein sehr wirkungsvoller Sud kochen, der ebenfalls seine heilende und vorbeugende Wirkung zeigt. Auch ein Frisch-Pflanzen-Press-Saft und ein Kaltwasser-Auszug als Sud kann viele positive Effekte mit sich bringen.

Wie schmecken eigentlich Löwenzahnblätter und die Blüten?

Besser, als man annehmen würde! Was den Verzehr von Löwenzahnblättern anbelangt, ist man nur bei uns hierzulande skeptisch. Diese Pflanze gilt nämlich auf der ganzen Welt als essbar und als gesundes Gemüse – egal, ob roh verzehrt oder gedünstet. Der Geschmack ist leicht bitter und somit dem von Rucola recht ähnlich. Wer es nicht ganz so bitter mag, sollte die Blätter vor dem Verzehr leicht andünsten oder aber besser die noch jungen Löwenzahnblätter sammeln, die sich im Frühjahr zeigen. Aus Löwenzahnblättern kann man sich einen Salat zubereiten, sie eignen sich aber auch prima für gesunde grüne Smoothies oder als Bestandteil in einer Suppe.

Sogar die Blüte kann man essen! Sie ist sogar der süßeste Teil der Pflanze und schmeckt vielen am besten. Im Grunde genommen ist also die gesamte Löwenzahnpflanze samt Wurzel essbar.

Die medizinische Löwenzahn Wirkung

Nicht nur die Pflanze über der Erde kann Ihnen medizinisch vielfach helfen, sondern wie schon angedeutet, haben die tief liegenden Wurzeln des Superfoods ebenfalls sehr gute Inhaltsstoffe. Selbst die traditionelle Medizin hat sich eingehend mit dem Superfood beschäftigt. Der medizinisch wirksame Teil der Pflanze gilt als Ganzes in der Fachsprache als Taraxacum officinalis. Der medizinische Wirkstoff der Pflanze wird in der Fachliteratur als Taraxaci herba beschrieben und hier wird insbesondere die Wirkung der Bitterstoffe in der Pflanze genau bezeichnet. Der Wirkstoff Taraxaci herba cum radice befindet sich nicht nur in den Blättern und Stängeln der Pflanze, sondern in der Wurzel wird dieser Stoff maßgeblich gebildet. Er ist dementsprechend dort konzentriert vorhanden. Auch Salben und Cremes lassen sich zu Konzentraten einfach herstellen. Ihre Wirkung bei Ausschlägen und unreiner Haut wird Sie bei einer gezielten Anwendung überzeugen.

Außerdem sagt man, dass die ersten zarten Blätter im Frühjahr gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen sollen, dass sie Energie geben und die Verdauung in Schwung bringen. Er wirkt zugleich entwässernd und harntreibend, darüber hinaus sogar blutdrucksenkend.

Das im Löwenzahn vorhandene Inulin sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel gesenkt wird.

Positiv dabei ist, dass Löwenzahn, so wie viele andere Grünpflanzen auch, nur ausgesprochen wenige Kalorien beinhaltet, er ist also obendrein ein echtes Schlank-Gemüse, welches ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden kann. 100 Gramm Löwenzahnblätter bringen gerade mal 45 Kalorien auf den Teller, haben dabei aber besonders viele Ballaststoffe.

Bei welchen Leiden kann man Löwenzahn einsetzen?

Wie bereits erwähnt, hilft Löwenzahn bei einer ganzen Reihe von Leiden oder Krankheiten – zumindest wird dies vermutet.
Man vermutet folgende Wirkungsweisen der Pflanze:

  • Die Verdauung wird verbessert
  • Der Darm wird gereinigt
  • Der Cholesterinspiegel wird gesenkt
  • Das Blut wird gereinigt
  • Das Gehirn wird geschützt
  • Die Leber wird stimuliert
  • Die Einnahme wirkt harntreibend
  • Sie bringt das Gehirn auf Trab und verhindert neuronale Schäden
  • Sie schützt das Immunsystem
  • Der Saft aus den Wurzeln und den Blättern zählt als Wundermittel gegen Warzen und hilft dabei, Giftstoffe aus dem Körper auszuscheiden
  • Sie regt die Nieren an
  • Die Blätter gelten als desinfizierend und hemmen das Wachstum von Mikroben
  • Der Saft soll gegen Akne helfen
  • Löwenzahn soll das Haarwachstum stimulieren und für kräftige Haare sowie gegen Schuppen wirksam sein
  • Sie kann bei Diabetes hilfreich sein
  • Das Superfood wirkt sich möglicherweise auch bei Krebserkrankungen positiv aus
  • Sie hilft bei trockener Haut
  • Sie verhindert Blähungen und Verstopfung
  • Überschüssiges Wasser in der Leber wird entsorgt
  • Die Inhaltsstoffe der Blüte dienen als Haut- und Zellschutz und sind gut für das Immunsystem

Das ist doch tatsächlich eine ganze Menge an positiver gesundheitlicher Auswirkungen, die man dieser doch eher unscheinbaren Pflanze zuspricht.

Bitterstoffe, die es in sich haben

Leiden Sie etwa an Gallenbeschwerden und den damit verbunden Beschwerden in der Leber? Hier zeigen die Bitterstoffe ihre ausgezeichnete Wirkung bei der Anregung der Gallensäfte und deren Zirkulation. Die Verdauung von Fetten wird mit Löwenzahn Saft nachweislich positiv behandelt und es kann so einfach sein, dass sich mit einem Salat schon Ihre Verdauungsprobleme erledigen. Die Pflanze hilft bei Blähungen und Verdauungsproblemen. Auch das leidige Thema des Völle-Gefühls kann mit Löwenzahn Tee oftmals erfolgreich behandelt werden.

Die Anwendung bezieht sich auf die Mitte des Körpers: hier befinden sich nämlich Galle und Leber. Die Einnahme kann sich auch sehr positiv auf Appetitlosigkeit auswirken und die Pflanze und deren Wurzel sind überall verfügbar. Sie können also fertige Produkte kaufen oder sich überlegen, Löwenzahn selbst zu pflücken bzw. die Wurzeln selbst auszugraben. Harnwege, Galle, Leber und das allgemeine Wohlbefinden werden mit dieser Pflanze und deren Inhaltsstoffe geradezu entschlackt. Galle und Leber sind nun einmal stark durch unsere Ernährung belastet und mit der Pflanze der kleinen, unscheinbaren und immer präsenten Löwenzahnblume lassen sich vielfach Beschwerden wirklich intensiv lindern. Sie haben es somit ganz einfach und können dieses Unkraut jetzt zu Ihrer neuen Lieblingspflanze deklarieren und ein Löwenzahn Salat zum Einstieg ist schnell zubereitet. Unsere Vorfahren wussten bereits genau, wie gut diese Pflanze tut und welche positive Wirkung auf die Mitte des Körpers erzielt wird.

Positive Inhaltsstoffe der grünen Blätter

Wie so häufig bei frischen Grünpflanzen und Kräutern, enthalten Löwenzahnblätter eine ganze Menge an gesunden Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Dass gerade Antioxidantien wichtig sind, um den Körper vor freien Radikalen schützen zu können, ist kein Geheimnis mehr. Aber Löwenzahn kann noch mehr: die Blätter beinhalten nämlich auch eine ganz beachtliche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen.

Ganz konkret sind dies die folgenden Vitamine:

  • Vitamin A
    Löwenzahn zählt zu den essbaren Pflanzen, die am allermeisten Vitamin A beinhalten und ebenfalls erstaunlich viel Betacarotin, eine Vorstufe zu Vitamin A. Generell gilt Vitamin A als eines der wichtigstes Antioxidantien überhaupt.
  • Vitamin C
    Auch was den Vitamin C Gehalt anbetrifft, braucht sich Löwenzahn nicht zu verstecken, ganz im Gegenteil: Wer 100 Gramm der Blätter zu sich nimmt, deckt seinen Tagesbedarf n Vitamin C schon zu knapp 60%. Auch Vitamin C ist eines der wichtigsten und effektivsten Antioxidantien überhaupt.
  • Vitamin K
    Nicht zu vergessen das K Vitamin. Hier hat Löwenzahn seine Nase nämlich ganz weit vorne: Keine andere Pflanze beinhaltet so viel dieses wichtigen Vitamins, welches nicht nur die Knochen stärkt, sondern auch als Vorbeugung gegen Gehirnschäden oder die Alzheimerkrankheit helfen soll.
  • Vitamin B6
    Wer 100 Gramm Löwenzahn zu sich nimmt, versorgt sich gleichzeitig mit immerhin 20% des täglichen Vitamin B Bedarfs.

Aber auch die im Löwenzahn enthaltenen Mineralstoffe sind nicht zu verachten. Alle wichtigen Mineralstoffe kommen in Löwenzahnblättern mehr als ausreichend vor – dazu gehören Kalzium, Kalium, Eisen, Mangan sowie Magnesium. Löwenzahn ist also ganz nebenbei eine äußerst effektive Eisen- und Kalziumquelle.

So gesehen hat die Pflanze gerade aus dem Aspekt der Vitamine und Mineralstoffe einen viel größeren Stellenwert, als die meisten von uns annehmen würden. Sie steckt voller Power und sekundärer Pflanzenstoffe – eine echte Vitamin- und Nährstoffbombe!

Eine Sommerkur mit der Pflanze Löwenzahn

Machen Sie einfach die Probe und versuchen Sie einmal, mit einer Pflanze Ihre Gesundheit zu erhalten und zu verbessern. Beschwerden wie etwa Blähungen und die Verdauung werden einfach verbessert. Sie können nichts falsch machen und Rezepte zur Zubereitung finden Sie in vielen Fach-Artikeln. Der Löwenzahn kann Ihre Mitte erhalten und zu einer gesünderen Lebensweise beitragen. Sie können damit schnell und einfach beginnen. Sie werden diese Pflanze sicher auch in Ihrem Garten oder zumindest in der Nähe finden und haben jetzt genau erkannt, es handelt sich dabei nicht um Unkraut, sondern um ein medizinisch wirksames Pflänzchen mit vielen guten Eigenschaften, der man leider bislang hierzulande viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte.

Verwendung

Bevor der Löwenzahn verzehrt werden kann, sollten die Blätter unbedingt unter laufendem Wasser gründlich abgespült werden. Ideal ist es, wenn man Pflanzen sammelt, die abseits von stark befahrenen Verkehrsstraßen wachsen und auch nicht unbedingt dort, wo häufig Hunde ausgeführt werden und ihr Geschäft verrichten. Werden die Blätter auf über 40 Grad erhitzt, gehen leider die meisten Inhaltsstoffe verloren. Das heißt, dass der Verzehr von rohen Blättern und Blüten immer noch mit Abstand am gesündesten ist.

Aus der Wurzel kann im Übrigen, wenn man sie leicht röstet und reibt, leckerer Löwenzahnwurzelkaffee zubereitet werden.

Löwenzahn lässt sich prima kombinieren mit anderen Grünpflanzen wie Kohl, Schnittlauch oder Salat. Wem der Geschmack zu bitter ist, der kann die Blätter ganz kurz in kochendem Wasser blanchieren und dann im eiskalten Wasser abschrecken. Das macht den Geschmack etwas milder und angenehmer. Wer Rucola mag, mag in der Regel auch Löwenzahn. Am Anfang sollte man ihn am besten nur sparsam dosieren, um sich an den Geschmack zu gewöhnen.

In jedem Fall ist Löwenzahn also wahrlich kein Unkraut, so wie viele denken, sondern vielmehr ein äußerst gesundes Lebensmittel, was vor allem einfach zu sammeln ist und obendrein noch nicht mal etwas kostet, wenn man es in freier Natur pflückt. Er wächst schließlich geradezu im Überfluss! Nach dem Pflücken kann man die Blätter nebeneinander ausbreiten und so belassen, bis sie komplett durchgetrocknet sind. Dann können sie monatelang aufbewahrt und nach Bedarf verwendet werden.

 

 

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