Manuka Honig Qualität und Studien

Manuka Honig
Manuka Honig

Manuka Honig: Vor etwa 800 Jahren begab sich ein Volk aus den Südseeatollen des Pazifiks auf die Wanderschaft über das Meer und erreichte nach Tausenden von Kilometern die noch unbesiedelte Küste Neuseelands. Es waren die Maori, die so zu den ersten Siedlern der Inselgruppe Neuseeland wurden. Sie bewirtschafteten das Land und sie erkundeten die Tier- und Pflanzenwelt. Dabei fanden sie die Südseemyrte (Leptospermum scoparium). Ein Strauch, dessen Rinde und Blätter zur Wundheilung und gegen Entzündungen verwendet wurde. Die Maori nannten die Südseemyrte Manuka.

Dreihundert Jahre später erreichten die ersten Europäer die Inseln Neuseelands, doch es dauerte weitere 400 Jahre, bis auch die überwiegend aus England stammenden Siedler den Wert des Manuka-Strauchs zur Heilbehandlung erkannten. Im Jahr 1839 führte eine europäische Missionarin erstmalig Bienenstöcke in das Land ein. Dies war der Anfang des Manuka Honigs, das einzigartige Produkt einer Symbiose von Manuka-Strauch und Honigbiene.

Warum ist Manuka Honig so wertvoll?

Die Wirkung des Manuka Honigs entsteht durch ein Wechselspiel zwischen der Südseemyrte und der Honigbiene. In den Blüten des Manuka-Strauchs kommt der Stoff Dihydroxyaceton in hoher Konzentration vor. Die Biene trägt den Stoff mit dem aufgenommen Blütenstaub in die Bienenwabe, dort wird durch Dehydration eine Umwandlung in Methylglyoxal vorgenommen. Dieses sogenannte Stoffwechselprodukt besitzt eine hohe antibakterielle Wirkung. Auch normaler Honig, wie er in Deutschland oder anderen Ländern gewonnen wird, besitzt diesen Stoff, allerdings ist die Konzentration im Manuka Honig etwa 100-mal größer. Da die Südseemyrte mit diesem hohen Anteil an Dihydroxyaceton nur in Neuseeland und an der Südküste Australiens wächst, ist eine Produktion des Manuka Honigs außerhalb dieser Gebiete nicht möglich. Der wichtige Inhaltsstoff Methylglyoxal lässt sich auch künstlich herstellen, allerdings ist es das Zusammenspiel aller im Manuka Honig enthaltenen Inhaltsstoffe, die ihn so besonders machen. Wie so oft zeigt es sich, dass die Natur ein Mittel entwickelte, das in der Zusammensetzung eine einzigartige Komposition darstellt.

Informationen zur Anwendung von Manuka Honig finden Sie hier.

Die Qualität von Manuka Honig

Die Wirkung des Manuka Honigs ist abhängig vom darin enthaltenen Methylglyoxal (MGO). Auf dem Markt finden sich unterschiedliche Qualitätsstufen, die in der Regel an einem auf dem Etikett befindlichen Zusatz erkenntlich sind. Allerdings bestehen hierbei zwei unterschiedliche Angabeformen. Einmal der sogenannte UMF (Unike Manuka Factor). Der UMF bezieht sich auf Honig, der im Erzeugerland Neuseeland in Gläser abgefüllt wurde.

Das Qualitätskriterium UMF ist lizenzierten neuseeländischen Herstellern vorbehalten. Manuka Honig wird aber auch in Deutschland in marktgerechte Größen abgefüllt. Für diesen Manuka Honig gilt, dass der MGO-Gehalt direkt angegeben ist. Bei der UMF-Abfüllung besteht als Angabe ein Berechnungsfaktor, darum sind je nach Abfüllort unterschiedliche MGO-Gehaltsangaben möglich. Nachfolgend eine Liste mit beispielhaften Werten in UMF und was diese in MGO bedeuten:

Etikettangabe UMF 10 entspricht MGO 100
Etikettangabe UMF 15 entspricht MGO 250
Etikettangabe UMF 20 entspricht MGO 400
Etikettangabe UMF 25 entspricht MGO 550

Von einer Spitzenqualität bei Manuka Honig kann ab UMF 20 oder MGO 400 gesprochen werden.

Studien über den Manuka Honig

Zahngesundheit Studie

Link, englischsprachig: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25253413

Eine Arbeitsgruppe der Klinik für präventive Zahnmedizin, Kariologie und Paradontologie an der Universität Zürich führte eine Studie zu der wachstumshemmenden Wirkung von Manuka Honig bei den im Mundraum vorkommenden Bakterien P. gingivalis, S. mutans und A. actinomycetemcomitans durch. Sie konnten den Nachweis erbringen, dass der Honig diese drei Bakterienarten am Wachstum beziehungsweise der Vermehrung hindern kann. Karies und Zahnfleischentzündungen sind unter anderem Krankheiten im Mundraum, die durch diese Bakterien verursacht werden.

Wirkung von Honig auf Influenza-Viren Studie

Link, englischsprachig: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24880005

An einem Molekular-Labor der Universität von Nagasaki, Japan, erforschte eine Arbeitsgruppe die Wirkungsgrade verschiedener Honigsorten auf Influenza-Viren, den Auslösern für die echte Grippe. Dabei wurde vor allem die Hemmung der Wachstumsrate des Grippe-Virus untersucht. Der neben anderen Honigsorten getestete Manuka Honig zeigte hierbei die mit Abstand besten Ergebnisse.

Untersuchung zur entzündungshemmenden Wirkung von Manuka Honig

Link, englischsprachig: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21978989

Im Malaghan Institut für medizinische Forschung in Wellington, Neuseeland, zeigte eine Versuchsanordnung mit Mäusen, das die anti-inflammatorische oder entzündungshemmende Wirkung von neuseeländischem Honig eine hohe klinische Relevanz besitzt.

Weitere Infos zu Manuka Honig aus Neuseeland finden Sie hier.

 

 

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