Superfood Acai – kleine Beere grosse Wirkung

Superfood Acai
Superfood Acai

Das Superfood Acai ist zwar hierzulande noch nicht jedem bekannt, ist aber in den letzten Jahren absolut im Kommen. Vor allem im Zuge des neuen Gesundheitsbewusstseins und des stark gestiegenen Interesses an Superfoods hat diese kleine Beere eine wichtige Bedeutung bekommen. Nicht nur im Reformhaus, sondern auch in vielen Supermarktregalen hat die Beere mittlerweile einen festen Platz gefunden. Der Hype wird also immer größer – und das ist, wenn man mal etwas genauer hinschaut, auch durchaus berechtigt.

Acai-Beeren sind nämlich, so wie einige andere rote Beeren auch, echte Power-Früchte. Es steckt eine hohe Konzentration an wichtigen Nährstoffen für den Menschen, so dass die Bezeichnung Superfood also durchaus berechtigt ist.

Mittlerweile sagt man dem Superfood Acai sogar nach, dass sie nicht nur Krebs heilen soll, sondern auch schlank macht und gut für die Haut ist. Ein Wundermittel? Vielleicht. Deswegen trägt sie möglicherweise auch den zweiten Namen „Superbeere“.

Wo kommt die Acai Beere her?

Die Acai Beere stammt ursprünglich aus Südamerika, genauer gesagt aus Brasilien. Dort stellen die Früchtchen ein ganz normales, alltägliches Nahrungsmittel dar. Mittlerweile jedoch ist sie in fast ganz Europa und auch in Nordamerika bekannt. Schon die Mediziner haben zu Zeiten der Indios die gesundheitsfördernde Wirkung vom Superfood  Acai gekannt und dementsprechend für sich genutzt.

Wie und wo wächst die Acai Beere?

Diese supergesunde Beere wächst ursprünglich in Südamerika von Brasilien bis nach Panama und zwar an einer so genannten Kohlpalme. Weil die Nachfrage nach dem Superfood Acai in den letzten Jahren stetig gewachsen ist, wird diese mittlerweile sogar an diversen Acai Plantagen angebaut. Wichtig für die Pflanze sind ein fester, humusreicher Boden, ausreichend Wärme und vor allem viel Wasser. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für ein optimales Wachstum wichtig. Erst im 3. Jahr nach der Pflanzung trägt die Kohlpalme dann auch Früchte. Zwar würde die Palme, wenn sie in freier Natur wachsen würde, ein stattliche hohe von bis zu 20 Metern erreichen, wird sie jedoch an einer Plantage angebaut, wird die Größe meist auf ca. einen Meter beschränkt und die Pflanze dementsprechend beschnitten.

Wie sieht sie aus und wie schmeckt das Superfood Acai?

Die Acai Beere ist klein und dunkelblau, hat also eine gewisse Ähnlichkeit mit der bei uns heimischen Heidelbeere. Ihre Größe beträgt ein bis zwei Zentimeter, ihr Geschmack jedoch ist eher erdig und fast ein bisschen fettig. Im Gegensatz zur Heidelbeere hat die Acai-Beere einen Kern, der nicht essbar ist. Dieser nimmt sogar 90% des Volumens der Beere ein, das heißt, dass nicht viel Fruchtfleisch übrig bleibt. Bei der Herstellung wird die Haut vom Kern entfernt und dann je nach Verarbeitung püriert, pulverisiert oder gefriergetrocknet.

In welcher Form kann man das Superfood Acai kaufen?

Als frische Beere gibt es die Acai Beere aufgrund der begrenzten Haltbarkeit eigentlich nur direkt vor Ort zu kaufen, also in ihrer Heimat, in Südamerika. Hierzulande findet der Verbraucher zahlreiche verarbeitete Produkte im Reformhaus oder Supermarkt, wie beispielsweise Pulver, Saft oder auch Kapseln, die mit konzentriertem Acai Pulver gefüllt sind.

Pulver

Die häufigste Darreichungsform und vermutlich auch die, die am variabelsten ist, ist die des Pulvers. Es besteht aus Acai Extrakt oder zerkleinerten, gefriergetrockneten Acai Beeren und ist insofern einfach zu handhaben, als dass man das Pulver problemlos zu Smoothies, Süßspeisen oder übers Müsli geben kann – ganz nach Geschmack. Es ist einfach zu dosieren und zählt als Nahrungsergänzungsmittel. Zwecks des besseren Geschmacks wird dem Acai Pulver häufig Maltodextrin beigemischt, welches leicht süß schmeckt.

Saft

In Flaschen erhältlich ist der vom Geschmack her etwas gewöhnungsbedürftige Acai Saft, der aus Acai-Mus hergestellt wird. Viele trinken ihn am liebsten in Kombination mit Apfelsaft, außerdem kann der Saft auch hervorragend verwendet werden, um ihn z. B. Smoothies zuzufügen oder um mit ihm Süßspeisen abzuschmecken. Wem der Geschmack zu intensiv ist, kann den Saft auch mit Wasser oder Sprudel strecken. Beim Saft ist es ein wichtiger Aspekt, wieviel Anteil vom Superfood Acai denn tatsächlich darin steckt – manchmal nämlich ist dieser nämlich erstaunlich gering.
Bei Saft ist aber generell das Preis-Leistungsverhälktnis nicht ganz so gut wie bei Pulver oder Kapseln.

Kapseln

Wer sich mit dem Geschmack von Pulver oder Saft nicht so recht anfreunden kann, der ist möglicherweise mit Acai Kapseln besser bedient. Hierin findet sich je nach Hersteller 1000 – 2000 mg Acai Extrakt, manche Produkte sind etwas niedriger dosiert, andere sogar noch höher. Eine tägliche Verzehrmenge von 5000 mg sollte ohnehin nicht überschritten werden. Entsprechend der Dosierung sollten von den Tabletten dann etwa 2 Stück pro Tag konsumiert werden. Neben reinem Acai Pulver beinhalten Kapseln häufig auch noch unkritische Zusatzstoffe wie Reispulver oder Siliciumdioxid. Andere Präparate enthalten darüber hinaus auch noch weitere Superfoods wir Grüntee oder auch Guarana. Hier muss jeder das für sich am besten passende Produkt herausfinden. Fakt ist, dass die Einnahme von Kapseln einfach ist und das Preis-Leistungsverhältnis passt hierbei meistens ebenfalls. Die Kapseln beinhalten die positiven Wirkstoffe des Superfood Acai in konzentrierter Form.

Sogar Acai-Tee gibt es seit einiger Zeit im Handel. Hier muss man jedoch beachten, dass die darin enthaltene Menge vom Superfood Acai ziemlich gering ist und man sich demzufolge auch keine großen Auswirkungen auf die Gesundheit versprechen sollte. Meist besitzt dieser Tee nämlich auch noch einen großen Anteil an anderen Früchtetee-Pflanzen zwecks des besseren Geschmacks.
Egal, um welches Produkt es sich handelt – wichtig ist immer die Qualität, denn nicht alle Säfte, Pulver und Kapseln sind hochwertig. Im Zweifelsfall ist Bio immer der anderen Variante vorzuziehen und je weniger Zusatzstoffe oder andere Bestandteile enthalten sind, desto besser.

Die Inhaltsstoffe

In jedem Fall sind die Inhaltsstoffe der Acai-Beere als äußerst positiv zu bewerten. Denn an Vitaminen, Nährstoffen und Antioxidantien mangelt es dieser kleinen Beere nun wirklich nicht.

Antioxidantien

Gerade was die Antioxidantien anbetrifft, mischt das Superfood Acai ganz vorne mit. Besonders zu erwähnen sind hierbei die Anthocyane, die die freien Radikalen im Körper fangen und dann unschädlich machen. Dadurch wirken die Anthocyane zugleich entzündungshemmend, zellschützend und immunstabilisierend. Das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt und der Alterungsprozess verlangsamt – also genau die positiven Aspekte, die generell Antioxidantien ausmachen. Dazu kommen verschiedenen Polyphenole wie Catechin, Epicatechin und Quercetin, die ebenfalls antioxidativ auf den menschlichen Körper wirken.

Ballaststoffe

Die Acai Beere besitzt mit einem Anteil von etwas über 30% relativ viele Ballaststoffe für eine Beere. Genau deswegen wurde und wird sie auch als ideale „Diät-Beere“ beworben, da Ballaststoffe bekanntermaßen den Stoffwechsel ankurbeln, die Verdauung unterstützen und das Hungergefühl minimieren.

Vitamine

Auch was die Vitamine betrifft, hat die Acai Beere die Nase ganz vorne.  Bei der Gruppe der B-Vitamine befinden sich in der Acai Beere beachtliche Mengen an B1, B2, B3 und B6. Das wichtige Vitamin C – welches ebenfalls als Radikalfünger fungiert, befindet sich natürlich ebenfalls in der Beere, genau wie auch die Vitamine D und E.

Mineralien

Nicht zuletzt erwähnenswert ist die enthaltene große Menge an Mineralien wie Zink, Kupfer, Magnesium und Kalium. Auch diese finden sich in beachtlicher Menge in der kleinen Frucht wieder. Darüber hinaus gilt die Acai Beere sogar als wertvolle und zuverlässige Kalziumquelle.

Last but not least befinden sich in der Acai Beere die so wichtigen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren und Lipide. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind für den Menschen wertvoll und wichtig und haben eine positive Auswirkung auf den Cholesterinspiegel.

Genau diese Zusammensetzung macht den äußerst positiven Effekt auf den menschlichen Körper aus, weswegen die Acai Beere auch zu Recht als Superfood bezeichnet werden kann. Man geht sogar nach derzeitigem Wissensstand davon aus, dass die Acai Beere eine der nährstoffreichsten Fürchte der Welt ist.

Wie die Acai Beere wirkt

Es ist also offensichtlich, dass die Inhaltstoffe der Acai Beere für sich sprechen. Doch wie sieht es aus mit ihrer Wirkung? Was kann die Acai Beere bei Einnahme überhaupt bewirken? Letztendlich gibt es hier mangels ausreichender Studien vorwiegend Vermutungen.

Aufgrund der hohen Anzahl an Antioxidantien wird z.B. vermutet, dass die Acai Beere sich positiv auf den Cholesterinspiegel, auf Diabetes, Bluthochdruck und generell auf Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems auswirken kann. Zudem gelten Antioxidantien als zellschützend und man nimmt an, dass sie daher auch den Alterungsprozess verlangsamen können.

Außerdem wird mit Acai Beeren aufgrund der enthaltenen Vitamine das Immunsystem positiv beeinflusst und dank der Aminosäuren die Regeneration der Muskeln unterstützt. Kalzium sorgt für gesunde Knochen, die Phytosterine lassen die Haut erstrahlen und widerstandsfähiger werden. Vitamine C und Beta-Carotin wiederum sorgen für gute Augen.

Weil Acai-Beeren einen niedrigen glykämischen Index haben und dabei viele Ballaststoffe, werden Zucker- und Fetthaushalt des Körpers positiv beeinflusst.

Bei den Einwohnern des Amazonasgebiets, wo die Frucht ursprünglich herkommt, gilt die Acai Beere darüber hinaus als wichtiger Energiespender und man nimmt sie dort häufig auch ein, um die Ausdauer zu steigern. Gleichzeitig ist anzunehmen, dass generell die Energie und die Lebensfreude damit positiv beeinflusst werden.

Studien

Anhand verschiedener Studien konnte die Wirkungsweise der Acai Beere zum Teil untermauert werden. Leider sind viele Studien derzeit noch am Laufen, weswegen die komplette und vor allem auch komplexe Wirkungsweise der Acai Frucht noch nicht ganz erforscht ist und viele Aussagen noch nicht hundertprozentig fundiert sind.

In Florida beispielsweise konnte an der Universität (Institut of food and agriculture sciences) bei einer Untersuchung im Jahre 2005 nachgewiesen werden, dass Acai Beeren-Extrakt Leukämiezellen teilweise zu einer Selbstzerstörung bewegen kann. Allerdings wurde im gleichen Zuge auch deutlich darauf hingewiesen, dass dies keinen Rückschluss darauf zulässt, auf diese Art und Weise Leukämie verhindern zu können.

In einer weiteren Untersuchung im Jahre 2008 konnte Stephen Talcott feststellen, dass bei einem Verzehr von Acai Beeren die antioxidative Wirkung im Blut anstieg.

Eine Forschergruppe, die sich aus Forschern der Unis in Kobe und Fukui zusammensetzte, fand dann im Jahre 2011 heraus, dass die Acai Beere sich hemmend auf die IgE vermittelte Aktivierung der Mastzellen auswirkt, was wiederum bei Allergien eine wichtige Bedeutung hätte.

Studien hingegen, die den positiven Effekt der Acai Beeren beim Abnehmen untermalen sollen, gibt es tatsächlich nicht. Auch wenn es also immer wieder Erfahrungsberichte gibt von Menschen, die mit der Acai Beere erfolgreich abgenommen haben: Wissenschaftlich belegen konnte diesen Effekt bislang noch keiner.

Generell gibt es aber derzeit noch zu wenige aussagekräftige Studien, um die Acai Beere als Heilmittel oder als Wunderbeere definieren zu können.

Kann man mit der Acai Beere tatsächlich abnehmen?

Wenn man der Werbung Glauben schenken möchte, so wär es doch tatsächlich äußerst vielversprechend, mit dieser kleinen Power-Frucht lästige Pfunde loswerden zu können. Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Mal nebenher täglich ein bisschen Acai Pulver verzehren, um dann im Handumdrehen die Traum-Bikini-Figur zu bekommen, so funktioniert das nun mal leider nicht.
Acai soll dabei helfen, das Hunger-Gefühl zu mindern, die Verdauung anregen und den Stoffwechsel anregen. Alleine damit ist es aber leider nicht getan, um wirklich das Gewicht zu reduzieren. Generell ist es zwar immer hilfreich, wenn bei einer Diät oder dem Wunsch nach weniger Gewicht der Stoffwechsel angekurbelt wird. Auch der hohe Grad an Ballaststoffen in der Acai Beeren ist ideal, um Heißhungerattacken während deiner Diät zu unterstützen. So gesehen kann die Einnahme von Acai Beeren vermutlich tatsächlich eine Diät begleitend unterstützen, ersetzen jedoch kann sie dies in keinem Fall.

Zudem muss immer beachtet werden, dass die Acai Beere zwar tatsächlich viele Ballaststoffe besitzt, dafür aber auch einen recht hohen Anteil an Fetten.

Gibt es mögliche Nebenwirkungen?

Mit Nebenwirkungen muss man normalerweise nicht rechnen, wenn man Acai Beeren konsumiert. Eine Ausnahme sind eventuelle Allergien, welche häufig vor allem Personen betroffen, die ohnehin mit Obst- oder auch Kreuzallergien zu kämpfen haben. In diesem Fall könnte die Beere zu Heuschnupfen führen. Manche Menschen bekommen in diesem Zusammenhang auch Durchfall.

Sind Acai Beeren also Superfood?

Keine Frage: Acai Beeren sind – genau wie auch Heidel- und diverse andere Beeren – supergesund. Ein Wundermittel gegen alle Krankheiten, gegen Alterung und zum schnellen Abnehmen sind sie hingegen sicher nicht. Wer also darauf hofft, einfach mal so mithilfe der Acai-Beere die Pfunde schmelzen oder die Falten verschwinden zu lassen, der wird wahrscheinlich enttäuscht sein.
Dennoch: Ihre positiven Inhaltsstoffe sind durchaus beachtlich und übertreffen die von anderem Obst zum Teil erheblich. Generell kommen die gleichen Inhaltsstoffe natürlich auch in andern Obst- und Gemüsesorten vor, allerdings nicht unbedingt in der gleichen Konzentration und vor allem in der gleichen wirkungsvollen Kombination. Als Ergänzung zu gesundem Essen ist diese Frucht, egal in welcher Form, jedoch in jedem Fall sinnvoll.

 

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